MausNet

der Textzugang zum Internet für Hobbyuser

oder

Willkommen auf dem Informationsfeldweg ;-)

Dann ist das MausNet vielleicht gerade das Richtige für Sie.

Das folgende ist eine stark vereinfachte (und daher in manchen komplexen Einzelpunkten unvollständige bis nicht ganz richtige) Erklärung der wichtigsten Dinge über das MausNet.

Wissenswertes über das MausNet.

Das MausNet ist ein durch die private Initiative einzelner Mailboxbetreiber entstandenes und am Laufen gehaltenes Computernetzwerk. Die einzelnen Mailboxen heißen Mäuse. Der Name leitet sich von der ersten derartigen Box ab, dem Münsteraner Apple User Service. Das MausNet ist aber nicht nur für Applebenutzer da.

Es dient hauptsächlich drei Zwecken

  1. Versenden von Emails an andere MausNetteilnehmer, Teilnehmer andere Mailboxen (z.B. Fidonet oder Z-Netz) sowie an beliebige Internetadressen weltweit.
  2. Diskussion in MausNetgruppen und Gruppen anderer Netze, die in das MausNet importiert werden
  3. Download von Freeware, Shareware, Programmen z.B. aus der Zeitschrift c't (das Angebot ist hier von Maus zu Maus verschieden)

Fragen und Antworten

Welche technischen Voraussetzung sind zur Teilnahme am MausNet notwendig?

Hardware

Sie können einen PC mit DOS, Win3.1 oder höher oder auch OS/2 oder Linux verwenden. Genauso gut aber auch einen Amiga, Atari oder Mac. Weiter brauchen sie noch ein Modem das 2400 bps oder mehr übertragen kann oder ISDN.

Software

Für alle erwähnten Betriebssystem gibt es zum MausNet passende Software. In den meisten Fällen sogar kostenlos.

Wie kann ich mich als Benutzer einer Maus eintragen lassen?

Hierzu benötigen Sie nur ein Terminalprogramm (z.B. das mit Windows mitgelieferte Hyperterm) und die Telefonnummer der Maus, die Ihrem Wohnort am nächsten ist.

Welche Pflichten bringt der Eintrag als Benutzer im MausNet?

Zunächst ist zu beachten, daß das MausNet nicht gewerblich ist und daher die Emailadresse, die Sie erhalten und die von der Form Vorname_Nachname@LokalKennzeichen.maus.de ist, nicht gewerblich verwendet werden darf. Schon die Angaben auf geschäftlichen Briefköpfen ist untersagt. Zuwiderhandlung hat den sofortigen Ausschluß aus der Maus zur Folge. Wie sie sehen sind in der Maus auch Realnamen Pflicht, d.h. Sie wissen immer, mit wem Sie es zu tun haben. Pseudonyme wie HerrscherDerFinsternis@hh.maus.de oder dergleichen Scherze wie sie in anderen Netzen vorkommen, werden Sie im MausNet nicht finden.

Daneben gibt es im wesentlichen nur die Pflicht sich anständig zu benehmen. Das MausNet ist nicht wie teilweise das Internet ein quasi Freiraum für alle Arten zwielichtiger Gestalten oder passionierter Streithansel mit Hang zu Verbalinjurien. In zahlreichen Mäusen haben Diskussionsgruppen einen Chef, der die Aufgaben hat, jemanden, der allzu ausfallend wird zunächst in einer privaten Email um Mäßigung zu bitten. Sollte dies keinen Erfolg haben, wird der Fall mit dem Sysop Team der Maus besprochen und in schweren Fällen von anhaltender Renitenz der Betreffende mit Schreibverbot belegt oder sogar ganz ausgeschlossen. Das gilt auch, wenn der Störenfried selbst der Betreiber einer Maus ist. In diesem Fall ist das sog. Schiedsteam für die Behandlung des Falls und ggf. die Entfernung der gesamten Maus aus dem Netz zuständig. Wohl nicht zuletzt aufgrund solcher Regelungen, komme solche Vorfälle im MausNet jedoch zum Glück von vornherein nur sehr selten vor.

Da sich das MausNet obwohl nicht gewerblich irgendwie finanzieren werden muß, ist ein jährlicher Beitrag von normalerweise DM 50,- erwünscht. Sie könne auch ohne diesen zu bezahlen, eingetragener Benutzer der Maus sein, jedoch sind Ihnen dann gewisse Dienste, die die Maus sehr viel Geld kosten, wie insb. das Verschicken von weltweiter Email nicht zugänglich, und auch die Zugangszeit zur Maus und die Menge an Daten, die Sie tauschen können sind stärker eingeschränkt als bei zahlenden Benutzern.

Und die Rechte?

Im juristischen Sinne haben Sie gar keine Rechte. Das MausNet wird von Personen getragen, die das als Hobby in ihrer Freizeit machen. Wir bemühen uns natürlich die einzelnen Mäuse ständig in gutem Betriebszustand zu halten. Mancher Betreiber der Maus hat schon so auf Schlaf verzichtet um z.B. eine gecrashte Festplatte auszutauschen und die Backups aufzuspielen. Andere haben ihr Modem gespendet, als ein Blitz das alte zerstört hatte.

Was ist Spam? Und warum ist er im MausNet selten?

Wenn Sie einem der größeren Diskussionsnetze z.B. im Usenet einen Diskussionsbeitrag veröffentlichen, wird dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem der Programm, die automatisch das Usenet durchsuchen, analysiert, um ihre Emailadresse herauszufinden. Diese Adressen werden gewerbsmäßig verwendet um Werbung zu allen möglichen (und auch unmöglichen) Sachen an Ihre Anschrift zu senden, für die Sie dann die Telefonkosten bezahlen müssen.

Elektronischen Werbemüll, der nicht direkt an ihre Adresse geht, sondern an Diskussionsgruppen versandt wird und damit Sie und alle anderen Leser dieser Gruppe zugleich belästigt und finanziell belastet, bezeichnet man als Spam.

Da das MausNet nicht kommerziell ist, würde jeder Teilnehmern der unerwünschte Werbung ob an Privatpersonen oder Diskussionsgruppen versendet damit seinen sofortigen Ausschluß aus dem Netz herbeiführen.

Warum gibt es dann überhaupt Spam und Werbemails im MausNet?

Das MausNet exportiert auch Gruppen in andere Netze oder importiert welche aus diesen. Z.B. wird die Gruppe de.talk.jokes in der es um Witzeerzählen geht aus dem Usenet importiert.

Das Lesen von Gruppen ist in jedem Fall unbedenklich. Ihre Adresse kann dadurch nicht außerhalb des MausNets bekannt werden. Es liegt ganz bei Ihnen ob Sie auch in nach außen offene Gruppen schreiben wollen und sich damit u.U. Werbemails einhandeln oder sich beim Schreiben lieber auf die sicheren internen Gruppen beschränken. Als Mittelweg können Sie auch angeben, daß ihre Nachricht in einer importierten Gruppe nur innerhalb des MausNets verteilt wird. Einen begrenzten Schutz haben Sie vor Spam und vor allem Mailbombing durch die Volumenbegrenzung des MausNets.

Darüber hinaus wird im MausNet gerade an einem vom Benutzer wählbaren Filter gearbeitet, mit dessen Hilfe jede Art unerwünschter Werbung unabhängig vom Volumen soweit als möglich an den Grenzen des Netzes (den sog, Gateways) abgefangen wird.

Welche Volumenbegrenzung? Und was ist Mailbombing?

Das MausNet dient zur Diskussion und zum Versenden privater Mails. Daher ist die Größe einer Emails auf etwa 16.000 Zeichen beschränkt. Darüber hinaus können Sie an eine Person pro Tag nicht mehr als vier solcher Mails versenden. Wenn es um Texte geht, sollten dies 64.000 Zeichen für die meisten Fälle ausreichend sein. Sie können damit jedoch keine Dateien von halbwegs normaler Größe versenden. Damit ist es jedoch gleichzeitig praktisch ausgeschlossen, daß sich ein technisch versierter Minderjähriger über Tricks, wie die Verwendung von Web-to-Mail-Gates seine Sexbildchen holt. Bis er die wenigen und winzigen, die er theoretisch erhalten könnte gefunden und zusammengesetzt hat, ist er vermutlich schon 18. Sorry Jungs. ;-)

Mailbombing ist eine Art virtueller Attentatsversuch. Wenn sich jemand im Internet über Sie ärgert, kann es durchaus passieren, daß er Ihnen durch ein automatisches Mailprogramm jeden Tag 1000 Mails mit zusammen 500 Megabyte zusendet. Das treibt nicht nur Ihre Telefonkosten in astronomische Höhe, Sie können auch die anderen Nachrichten kaum mehr aus diesem Wust herausfinden. Aufgrund der Beschränkung im MausNet auf maximal vier Emails a jeweils 16 Kilobyte wird jeder Versuch eines Mailbombings gegen Sie bereits an den Gateways abgefangen.

Durch die Volumenbegrenzung und dadurch, daß die Mails komprimiert übertragen werden, fallen die Telefonkosten für den Anruf bei der Maus um dort private Mails und Diskussionsbeiträge abzuholen und abzusenden kaum ins Gewicht. Wenn Sie es trotzdem gerne noch schneller hätten, kann die Maus aber auch ISDN.

Naja, aber eigentlich ist so eine Volumenbegrenzung doch ein Nachteil, oder?

Das ist zweifelsohne so. Es ist ihnen per MausNet beispielsweise nicht mögliche Textdateien mit komplexen Formatierungen oder Tabellenblätter mit Graphiken etc. zu versenden. Wenn Sie das wollen, sind Sie bei uns falsch. Das MausNet wird vom einem kleinen Kreis von Enthusiasten getragen. Schon der Versuch mit kommerziellen Providern wie etwa metronet konkurrieren zu wollen wäre lächerlich. Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung.

Wenn es notwendig ist, könne Sie Daten über den privaten Programmteil in Ihrer Maus mit Anderen austauschen. Dazu müssen Sie allerdings im Allgemeinen die Maus online benutzen und es kann ein Ferngespräch notwendig sein.

Ist das MausNet demokratisch?

Hier ist zu unterscheiden zwischen Betreibern/Sysops und Nur-Benutzern der Maus. Betreiber ist derjenige, in dessen Wohnzimmer der Mailboxrechner steht und der diesen den Mausern (=Benutzer der Maus) zur Verfügung stellt. Der Betreiber schart für gewöhnlich einige freiwillige Helfer um sich, die zusammen das Sysop Team bilden. Auf regelmäßigen Sysop Treffen werden die grundlegenden technischen und organisatorischen Fragen des MausNets besprochen und wird darüber abgestimmt.

Benutzer der Maus (Im Jargon: Mauser) kann jeder werden ohne sich als Sysop aktiv am Mausnetz beteiligen zu müssen. An den Abstimmungen auf den Sysoptreffen kann man dann aber nicht mit abstimmen. Jedoch kann jeder Mauser bei Abstimmungen in denen es um die Details geht, welche Diskussionsgruppen angelegt oder aufgelöst werden sollen, ob Gruppen in andere Netze exportiert oder von dort importierte werden, ob Gruppen einen besonderen Status erhalten etc. per Email teilnehmen. Wenn Ihnen also die Diskussionsgruppe zu ausgerechnet Ihrem Lieblingsthema, z.B. den Wettbewerben im Nachbilden des Kölner Doms im Maßstab 1:100 aus Pfeifenreinigern, fehlt, dann melden Sie Ihr Bedürfnis doch einfach in der Gruppe Maus.Net.Gruppen.

Wenn Sie es noch genauer wissen wollen, dann lassen Sie sich vom Betreiber Ihrer Maus zu einem Maustreff einladen oder lesen Sie sich einige der zahlreichen Dateien mit technischen Informationen über die Maus, oder fragen Sie in einer der Diskussionsgruppen oder ...

Was muß ich tun, wenn ich nicht mehr weiter am MausNet teilnehmen will?

Gar nichts. Die Maus ist kein Club mit irgendwelchen weitreichenden Verpflichtungen. Kurz bevor das Jahr, für daß Sie Ihren Beitrag bezahlt haben, zu Ende geht erhalten Sie eine Nachricht, daß ihr "Dollar abläuft". Wenn Sie dann nicht den Beitrag für nächstes Jahr von 50,- DM bezahlen, werden Sie zwar weiterhin als Benutzer der Maus geführt, allerdings, können Sie dann keine Emails mehr über Ihre lokale Maus hinaus an andere Mäuse oder in andere Netze versenden und die Menge an Nachrichten, die sie von außerhalb pro Anruf bei der Maus erhalten wird auf 64 Kilobyte beschränkt. Wenn Sie die Maus endgültig verlassen wollen wäre es höflich dem Betreiber der Maus eine kurze Nachricht zukommen zu lassen.

Noch Fragen?

Weitere Informationen erhalten Sie bei im Web unter http://www.maus.de/ beim Verantwortlichen dieses Textes Gerald_Huber@r.maus.de oder bei Ihrem freundlichen Maus-Sysop

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Letzte Änderung: 11. Juni 1999